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Chanson Total
steht für mein Leben.

Geboren bin ich in Sarstedt bei Hannover, aufgewachsen im ostfriesischen Emden.

Schon als kleines Mädchen vertrieb ich mir die Zeit des verordneten Mittagsschlafs mit selbst erfundenen Geschichten, die ich meinen Puppen vorsang.

Im Alter von acht Jahren begann ich mit dem Rollkunstlaufen, das bald für mich zur großen Leidenschaft wurde und gewann während meiner Schulzeit  mehrere Titel bei den Landesmeisterschaften in Niedersachsen. Gleichzeitig erhielt ich ersten Gesangsunterricht.

Nach dem Abitur studierte ich an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg Musik für das Höhere Lehramt mit dem Schwerpunkt Gesang, so wie Sprecherziehung/Phonetik und beschloss mein Studium mit dem Ersten Staatsexamen. Bereits während meiner Studienzeit entdeckte ich meine große Liebe zum Chanson. Es entstanden erste eigene Vertonungen und Gedichte. Meine Examensarbeit schrieb ich über die Kunst der Chanson-Interpretation.

Manfred Schmitz

1978 nahm ich während des Internationalen Musikseminars in Weimar an einem Kurs teil, der ausschließlich dem Singen und Interpretieren von Liedern und Songs von Bertolt Brecht gewidmet war. Der Kurs wurde von Gisela May geleitet, einer der international renommiertesten Brecht-Interpretinnen. Am Flügel saß damals der Berliner Komponist und Pianist Manfred Schmitz. Die Begegnung mit ihm wurde für mich wegweisend.

1978 in Weimar
mit Manfred Schmitz
und Gisela May

2008 mit Manfred Schmitz nach der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Elmshon

Unter der freundschaftlichen Anleitung dieses erfahrenen Begleiters zahlreicher Chanson-Interpretinnen und -Interpreten konnte ich im Laufe der Jahre meinen eigenen, persönlichen Stil entwickeln.

Mit Chansons aus der musikalischen Feder von Manfred Schmitz gewann ich 1981 den 1. Preis im Bundeswettbewerb Gesang Berlin. Caterina Valente hatte den Juryvorsitz. Einige Jahre später saß ich selbst in der Jury.

Inzwischen gehören Vertonungen von Manfred Schmitz nach Texten u.a. von Bertolt Brecht, Wilhelm Busch, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Heinz Kahlau, Gisela Steineckert, Eva Strittmatter, Kurt Tucholsky und eigenen Texten zu meinem festem Repertoire. Nach 1989 gastierten Manfred Schmitz und ich gemeinsam mit unterschiedlichen Programmen u.a. im Literaturforum des Bertolt Brecht Hauses an der Chausseestraße in Berlin. 2005 gründeten wir beide an der Volkshochschule in Elmshorn (Schleswig-Holstein) eine Chanson Werkstatt.

Norbert Schultze

1990 lernte ich den Komponisten Norbert Schultze kennen, mit dessen eindringlicher Vertonung das Lied „Lili Marleen“ in vielen Sprachen noch heute um die Welt geht. Anlässlich des 80. Geburtstages von Norbert Schultze im Januar 1991 produzierte der NDR Hörfunk in seiner Reihe „Sonntakte“ eine zweistündige Sendung, in deren Verlauf der Komponist aus seinem Leben erzählte, und ich seine Lieder und Chansons sang.

Es war ein bewegendes Erlebnis, als mich Norbert Schultze bei dem unvergessenen Lied „Lili Marleen“ persönlich am Flügel begleitete. Das war der Beginn unserer langjährigen Freundschaft. Auch Norbert Schultze beriet mich künstlerisch, und ließ mich teilhaben an seinem umfangreichen Chanson-Oevre nach Texten u.a. von Werner Bergengruen, Wilhelm Busch, Fritz Grasshoff, Erich Kästner, Hellmuth Käutner, Hans Leip, Werner T. Odemann. Und er vertonte Gedichte von mir.

Anlässlich meiner CD-Produktion „Die Nordsee persönlich“ mit Liedern aus dem Repertoire der Sängerin Lale Andersen, deren gesungene „Lili Marleen“ während des Zweiten Weltkrieges die Waffen zum Schweigen brachte, äußerte Norbert Schultze: „Dem unverwechselbar persönlichen Interpretations-Stil der schlaksigen, lächelnden, blonden Lale Andersen hat sich die kleine, quirlig-drahtige Anna Haentjens souverän angeeignet und die Gefahr des Kopierens geschickt umschifft – eben weil sie so anders ist und ein eigenes Charisma besitzt.“

Verleihung des Kulturpreises der Stadt Elmshorn

Björn Engholm, ehemaliger Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, bezeichnete mich mehrfach in Ansagen meiner Auftritte als „singendes Kleinod Schleswig-Holsteins“. Auch das erfüllt mich mit Freude und Stolz.

Anlässlich der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Elmshorn an mich im November 2008 sagte der Laudator Michael P. Schulz: „Mit ihren  Interpretationen bewahrt sie nicht nur die lange und reiche Tradition des klassischen französischen Chansons, sie hält auch die Erinnerung an das Erbe des deutschsprachigen Chansons wach – insbesondere an die literarisch anspruchsvollen Texte und Kompositionen der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Anna Haentjens hat sich als Künstlerin etabliert, für die „Chanson total“ zum Lebensmotto geworden ist. Ihre Programme sind jeweils eine Blütenlese dieses Genres: sei es als Hommage an einen Künstler oder eine Künstlerin, an einen Dichter oder als Wiederentdeckung von verdrängtem Repertoire.

Anna Haentjens zeigt immer wieder Programme, die zweierlei bieten: Einen unterhaltsamen Abend abseits des Gängigen und ein interessantes Stück Zeitgeschichte.“

Laudator Michael P. Schulz
Foto: Burkhard Völz

Musikalische Begleiter

Zu meinen ständigen musikalischen Begleitern zählen seit 1993 der Hamburger Pianist und Komponist Sven Selle, seit 2006 der Hamburger Pianist und Arrangeur Siegfried Gerlich und seit 2005 der Elmshorner Gitarrist Volker Heitmann. Im Frühjahr 2013 begann meine Zusammenarbeit mit dem Sven Selle Trio und dem Hamburger Pianisten und Komponisten Ulrich Stolpmann.

Sven Selle, Klavier

Volker Heitmann, Gitarre

Siegfried Gerlich, Klavier

Ulrich Stolpmann, Klavier

Heiko Quistorf, Akkordeon

Silke Farenholtz, Klavier

Sven Selle Trio (von links): Matt Zentrich (Schlagzeug)
Sven Selle (Klavier), Thilo Plümer (Kontrabass)
svenselletrio.de »   sven-selle.de »

Foto: Vaquette

Haus 13

Mehrere Jahre arbeitete ich als Jury-Mitglied in der Sparte Literatur für den Kulturpreis des Kreises Pinneberg.

Seit 1995 lebe ich im schleswig-holsteinischen Elmshorn, das mir zur Heimatstadt geworden ist. In der kreativen Atmosphäre meiner Wohnung im Elmshorner Stadttheater erhole ich mich nach Auftritten und Konzerten und kann schöpferisch tätig sein.

Seit 2008 bin ich in Elmshorn 1. Vorsitzende des kulturellen Vereins „Haus 13 e .V.“, der sich für eine anspruchsvolle und ambitionierte Kleinkunst-szene in Elmshorn engagiert.

www.haus13.de »

Soziale Engagement

Ich bezeichne das Chanson auch als „Lied von der Straße“, in dessen Wesen es liegt, Schicksale zu besingen, sich mit allen Themen des Lebens auseinanderzusetzen. So ist es für mich nur folgerichtig, dass ich mich mit meiner Kunst auch sozial engagiere. Besonders am Herzen liegen mir diesbezügliche Aufgaben in meiner Wahlheimatstadt Elmshorn. Dazu zählen mein Engagement für Kinder, meine Arbeit mit Jugendlichen, meine Mitarbeit in der „Aktion Stolpersteine“ und für das „Elmshorner Spendenparlament“.

Aktion Stolpersteine
Ich engagiere mich in der politischen Arbeitsgruppe „Aktion Stolpersteine“ seit 2007. Bislang habe ich alle Verlegungen von Stolpersteinen des Aktionskünstlers Gunter Demnig in Elmshorn mit Liedern und Texten begleitet: 2007, 2008 und 2010.
www.stolpersteine-elmshorn.de »

Gegen das Vergessen
Seit 2010 beteilige ich mich in der Elmshorner Arbeitsgruppe „Aktion Stolpersteine“ und in Zusammenarbeit mit der Stadt Elmshorn und Elmshorner Schulen an einer Veranstaltung zum 27. Januar, dem von Roman Herzog eingeführten Gedenktag zur Befreiung des Konzentrations-lagers Auschwitz. In dieser Veranstaltung präsentieren Schülerinnen und Schüler die von ihnen zum Gedenktag erarbeiteten historischen und künstlerischen Beiträge.

Bundesverband Legasthenie
Von 1993 bis 1999 arbeitete ich regelmäßig mit Jugendlichen für den Bundesverband Legasthenie in Bad Segeberg. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband 1994 die CD „Kinderzeit“ mit Liedern und Chansons, die von Kinderzeiten erzählen. Verschiedene Male gastierte ich auf Bundeskongressen des Bundesverbandes Legasthenie – so in Berlin, Darmstadt und Hannover.

Stiftung „phönikks“ Familien leben – mit Krebs
Verschiedene Male trat ich im weihnachtlichen Benefizkonzert der Hamburger Stiftung „phönikks – Familien leben mit Krebs“ mit Chansons auf.

Der Künstler Gunter Demnig verlegt ‚Stolperstein‘.
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“